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Sport ist Mord? – Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht


Calisthenics

Calisthenics – So nennt man Menschen die nur mit ihrem eigenen Körpergewicht trainieren.

Die Trainingsmethode Calisthenics wurde in den letzten Jahren immer beliebter, doch dabei ist Calisthenics keine Sportart, wie z.B. Fußball, Basketball oder Schwimmen. Es geht darum den eigenen Körper zu definieren  und das nur mit dem eigenen Körpergewicht und ohne Hilfsmittel. Und natürlich soll im Nachhinein ein Wohlfühleffekt entstehen.

Mit dem eigenen Körpergewicht trainieren, was heißt das eigentlich?

An sich ist es eine einfache Sache: SitUps oder Liegestütze kennt jeder, oft gehören sie in ein Calisthenics Programm mit hinein.

FL_Bodyweight_iOS

Die App sagt genau was zu tun ist, nur oft sieht es leichter aus, als es ist. Vor allem Anfänger tun sich oft schwer, mit häufigen Wiederholungen und Übungen die bisher unbekannt waren.

Gerade jetzt, wo die Temperaturen langsam steigen und die Freibad-Saison angefangen hat will wieder Haut gezeigt werden. Denn bei vielen muss der Waschbrettbauch, der sich über den Winter unter einem kleinen Polster versteckt hat, wieder her! Doch braucht es dafür den Gang ins Fitnessstudio?

Anbieter wie Freeletics, ein Startup, dass 2013 in München gegründet wurde, bieten Alternativen an. Denn Freeletics brachte Calisthenics an die breiten Massen heran. Und ihr Konzept scheint aufzugehen. Laut Zahlen des Unternehmens sind über 4 Millionen Mitglieder weltweit bei Freeletics angemeldet und trainieren mit Hilfe einer App für ihre Traumfigur.

Wie funktioniert es?

Über eine App und dem sogenannten „Training Coach“, einem digitalen Personal Trainer, bekommt der Benutzer wöchentlich einen individuellen Fitnessplan, der auf die Ausgangskapazitäten und andere Faktoren des Benutzers angepasst ist. Die App protokolliert und analysiert außerdem sorgfältig die Leistungen des Benutzers, damit er sein Potenzial voll ausschöpfen kann.

Denn das Unternehmen hat eine ganz bestimmte Vision :

„Jeder Mensch auf der Welt hat das Potenzial, sein Leben nach den eigenen Zielen und Bedürfnissen erfolgreich zu gestalten und damit ein erfülltes und glückliches Leben zu führen.“

Mit dieser Vision und einem ausgeklügelten Konzept hat es das Unternehmen Freeletics geschafft, Nutzer auf der ganzen Welt zu ihrem persönlichen Ziel zu verhelfen. Doch einfach macht es Freeletics nicht, die Übungen sind gerade für Anfänger schwer zu meistern. Doch aufgeben gilt nicht. Wer den Rettungsring wieder loswerden will, der muss dafür arbeiten. Das zwar hart, dafür aber nur 45 Minuten am Tag. Bedient wird sich dabei an Trainingsmethoden wie dem High Intensive Training (HIT), bei dem es um die Maximierung des Trainingsreizes durch hochintensives Training geht.

Training mit dem eigenen Körpergewicht

Die Gründer des Unternehmens Andrej Matijczak, Joshua Cornelius und Mehmet Yilmaz verzeichnen mittlerweile über 4 Millionen „freie Athleten“ in über 160 Ländern.

Ist  Calisthenics eine echte Alternative zum Fitness Studio?

Wer keine Geräte braucht, trainiert halt ohne. Klare Sache. Aber braucht man dann wirklich einen digitalen Coach?

Der digitale Coach kann durchaus eine Hilfe und ein Ansporn sein, um den inneren Schweinehund zu überwinden. Denn durch ein Wochenplan, ist genau festgelegt, was an welchem Tag gemacht werden soll. So kann das Training gut in den Alltag integriert werden und es gibt kaum eine Ausrede mehr, um faul auf der Couch zu liegen.

Wer jedoch ein gutes und womöglich günstiges Fitness Studio gefunden hat, der sollte sich möglicherweise nicht direkt abmelden und zur App wechseln. Denn nicht alles was glänzt, ist gold. Im Namen steckt zwar das Wort Free, aber wer mehr will, als bloß ein paar Grundübungen, der muss trotzdem den Geldbeutel zücken. Doch man spart nicht nur den Weg zum Fitness Studio, sondern auch Geld. Ein Jahresbeitrag für den digitalen und personalisierten Training Coach kostet ca. 80 Euro. Ein gutes Fitness Studio kann da natürlich nicht mithalten. Auf der einen Seite ist der Komfort, zu Hause trainieren zu können und Geld zu sparen. Außerdem hat man bei 4 Millionen Mitgliedern eine große Community im Rücken. Das alles bieten derartige Plattformen. Doch wer Geräte braucht und einen Trainer, der ihm spezifische Tipps geben kann, der sollte auf das vertraute Fitnessstudio zählen, denn beim trainieren alleine entstehen gerne und schnell Haltungsfehler, die später zu Problemen führen können. Doch letztendlich kann es nichts schaden, es wenigstens auszuprobieren.

Bildmaterial: Press Media Center – Freeletics

 

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